Der australische Getränke-Riese Lion kann Produktion wegen eines schweren Cyber-Angriffs nicht hochfahren.

© JoergBornmann

Rund 108 Liter Bier trinken Frau und Herr Österreicher im Jahr. Nicht auszudenken, wie die Bevölkerung reagiert, wenn so ein Fall in einer der 150 Großbrauereien in der Alpenrpublik passiert. In Australien warnt nun der Getränke- und Lebensmittelkonzern Lion vor möglichen vorübergehenden Bier-Engpässen am fünften Kontinent im Zuge des Corona-Lockdowns sowie einer Cyber-Attacke. Das Unternehmen, zweitgrößter Bierproduzent des Landes mit gut 40 Prozent Marktanteil, wurde diese Woche nämlich Opfer eines Ransomware-Angriffs und kann daher die Produktion nun nicht wie geplant hochfahren. Zum Datenklau sei es aber offenbar nicht gekommen.

Ransomware bremst Output

Bereits am Dienstag hatte Lion bekannt gegeben, Opfer eines Cyber-Angriffs geworden zu sein und hatte seine IT-Systeme vorsorglich deaktiviert. In einem Update heute, Freitag, spricht Lion nun explizit von einem Ransomware-Angriff. So waren und sind die Brauereien des Konzerns betroffen. Durch den Angriff verzögere sich die geplante Steigerung der Bierproduktion nach den COVID-19-Lockdown. "Wir arbeiten daran, unsere Brauereien so bald wie möglich wieder online zu bringen", heißt es. Zwar will Lion Lagerbestände so gut wie möglich verwalten, doch könne es zu "vorübergehenden Engpässen" kommen.

Auch die Milchprodukte- und Getränke-Sparte des Unternehmens ist betroffen, es können laut dem Konzern nicht alle Kunden vollständig bedient werden. Auch hier ist das Problem, dass die Ransomware Produktionsanlagen lahmgelegt hat. Dennoch funktioniert die Zulieferung von Milch und Orangen laut Lion reibungslos. Hatte das Unternehmen nach eigenen Angaben ursprünglich offenbar noch gehofft, bereits jetzt wieder vollen Zugriff auf alle Systeme zu haben, räumt es nun ein, dass die vollständige Wiederherstellung der Systeme etwas länger dauert.

Kein Datenklau festgestellt

Lion betont zudem, dass es keine Anzeichen dafür gibt, dass heikle Finanz- oder persönliche Daten geklaut wurden. Freilich ist das für einen Ransomware-Angriff nicht ungewöhnlich. Bei diesen Attacken geht es Cyber-Kriminellen schließlich darum, Schutzgeld für die mittels Verschlüsselungs-Trojaner unzugänglich gemachten Daten zu erpressen. Der größte Schaden für betroffene Unternehmen entsteht nicht durch Datenklau, sondern eben durch den weitgehenden oder völligen Stillstand des Geschäftsbetriebs.

IRMA kann solche Vorfälle verhindern

Damit das in Österreich nicht passiert, wäre der Einsatz von IRMA empfehlenswert. IRMA ist ein Industrie-Computersystem zur Identifikation und Abwehr von Cyberangriffen in Produktionsnetzwerken. Das System überwacht kontinuierlich Produktionsanlagen, liefert Informationen zu Cyberangriffen und ermöglicht die Analyse und intelligente Alarmierung mittels einer übersichtlichen Management-Konsole. So können verzögerungsfrei Aktionen gestartet werden, um den Angriff zu stoppen oder seine Folgen wirkungsvoll zu entschärfen. (hz)

Quelle: pressetext.at

IRMA – Ganzheitlicher Schutz vor Cyberangriffen in Produktionsanlagen

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