"Retrofit: Re-Vitalisierung und Re-Automatisierung von Bestandsanlagen“ bietet ein Höchstmaß an Integration, Datenaustausch und Mobilität. Dank der Einführung von  Industrial Ethernet, vertikale oder globale Integration, steht den kommenden Anforderungen zu mehr Flexibilisierung und Industrie 4.0 nichts mehr im Weg.

Jedoch, wieviel globale Vernetzung verträgt eine IT-unterstütze Automatisierungstechnik schadlos? Welchen Bedrohungen sind vernetzte Automatisierungs- und Prozessleittechnik, die häufig älter als 15 Jahre sind, aktuell ausgesetzt?

Die naheliegende Schlussfolgerung ist: Zu Risiken und Nebenwirkungen... fragen Sie Ihren Hersteller oder Errichter.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Antwort lauten wird: Die Verantwortung für den sicheren Betrieb liegt beim Betreiber und hängt vom übergreifenden Sicherheitskonzept ab. Damit ist zwar der Nagel auf dem Kopf getroffen, aber noch keine wirkliche Antwort gefunden.

Die Risiken entstehen nun durch die unbeschränkten Zugriffsmöglichkeiten auf die Steuerungen. Unbeschränkt daher, da die aufwendigen Anpassungen in der Netzwerk- und Firewallkonfiguration sowie die Pflege der Benutzeraccounts als auch ein Konzept zu Patches und Updates unterbleibt.

Da hilft nur ein Risiko Management

Um die stärksten Nebenwirkungen zu minimieren, nämlich den Aufwand an Zeit und Kosten, ist zunächst einmal die Kenntnis über die relevanten Risikofaktoren von Bedeutung. So lässt sich ein aussagekräftiges Gesundheitsbild über die Gefährdungen des „Organismus“ entwerfen.

Übertragen auf die Automatisierungs- und Prozessleittechnik ist dazu zunächst das notwendige Wissen über die installierte Hardwarebasis und deren Schnittstellen die entscheidende Voraussetzung, um zu erkennen, welche Risiken sich aus der immer weiter steigenden Vernetzung ergeben. Die Erfassung sollte automatisiert und kontinuierlich mit übersichtlicher Darstellung und Auswertung durchgeführt werden.

Das Ergebnis dieser IST-Analyse bildet schon die Grundlage für ein qualifiziertes Risikomanagement - einfach und übersichtlich. Hier kann nun das potenzielle Schadensausmaß abgeschätzt und ein Risikowert ermitteln. Durch diesen Wert kann der Betriebsverantwortliche eine Priorisierung der notwendigen und wirtschaftlich vertretbaren Gegenmaßnahmen durchführen und die Nebenwirkungen minimieren.
So wird Retrofit nicht zur Gefahr.

Fazit:

  • Wer die Vorteile einer vernetzten Produktion nutzt, sollte nicht die Augen vor den Risiken, die er damit eingeht, verschließen.
  • Einfach(!), keine langen Beipackzettel mit Aufwänden, Kosten, Zeitverlust
  • Der Patient ist und bleibt gesund!!
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